In seiner gestrigen Rede beim Antrittsbesuch bei der Bundeswehr forderte der Bundespräsident Joachim Gauck mehr Akzeptanz für Auslandseinsätze der Bundeswehr und warb für ein Verständnis in die Notwendigkeit von Kriegen zur Sicherstellung „unserer“ Freiheit.
DIE LINKE und die Linksjugend [’solid] lehnen Krieg als Mittel der Politik grundsätzlich ab. Für Uns ist die Bundeswehr keine Stütze der Freiheit und es ist bleibt, wie so oft in der Vergangenheit eine Frage der „freien“ Interpretation, wessen Freiheit der Bundespräsident Gauck eigentlich meint: Die Freiheit des Kapitalismus, die Profitmaximierung Weniger vor den real existierenden prekären Lebensverhältnissen der Mehrheit der Menschen zu stellen oder die Freiheit der Mütter und Angehörigen, die es sich nicht ausgesucht haben um ihre getöteten Kinder zu weinen?
Eine freie, demokratische und sozial gerechte Gesellschaft kann für Uns nur eine Friedensgesellschaft sein. Nur der internationale solidarische und zivile Kampf gegen Armut und Ausgrenzung ist wirkungsvoll für Frieden und Freiheit.
Das in vielen Bereichen zunehmende Engagement, die Bundeswehr als integralen Bestandteil in unserer Gesellschaft zu verankern und Kriegseinsätzen Respekt zu zollen sehen wir mit großer Besorgnis. Wir teilen auch nicht Gaucks Aussage, dass „Soldat_Innen im Alltag unserer Städte und Gemeinden“ zu wenig präsent sind. Die Bundeswehr und ihr aggressives Bild gehört schlicht und ergreifend nicht in unseren Alltag und schon gar nicht an Schulen oder andere Bildungseinrichtungen.
Abschließend kommt eine aktuelle bildungswissenschaftliche Studie der Universität Tübingen zu dem Ergebnis, dass der Wehrdienst negative Folgen für die Persönlichkeitsbildung junger Menschen hat bzw. diese ebenfalls aggressiver werden lässt *.
Reblogged this on Adrian Furtwängler – Ein Blog.
Bürgerliche Freiheit ist, sich für oder gegen einen “Job” bei der Bundeswehr zu entscheiden.
Absolute Freiheit der BürgerInnen wäre, entscheiden zu können, ob seine/ihre Steuern für’s Militär ausgegeben werden.
Pingback: Der Krieg wird unsichtbar gemacht | Sebastian Lucke: Ein Blog!